Wo stehen wir

Am 1. Dezember 2018 hat die Regionalkonferenz Nördlich Lägern mit Etappe 3 gestartet.

Ziel dieser Etappe ist, die verbleibenden Standorte vertieft zu untersuchen. Dazu sind erdwissenschaftliche Untersuchungen, inklusive Sondierbohrungen, notwendig. Vor der Einreichung von Rahmenbewilligungsgesuchen müssen zudem die Grundlagen für Kompensationsmassnahmen und für die Beobachtung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen erarbeitet sowie die Frage der Abgeltungen geregelt werden. Für unsere Regionalkonferenz bedeutet die Etappe 3 also:

  1. Auseinandersetzung mit dem Rahmenbewilligungsverfahren des Bundes
  2. Erarbeiten von Grundlagen für das Monitoring, d. h dem Beobachten, wie sich ein mögliches Tiefenlager auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt der Standortregion auswirkt
  3. Überlegungen zu Kompensationsmassnahmen und Fragen der Entschädigung

Im Mai 2019 stellte die Nagra vier Varianten für die Oberflächenstruktur für die beiden Standorte Weiach und Stadel vor. Auf der Basis des von der Vollversammlung verabschiedeten Kriterienrasters – eine Nutzwerkanalyse bestehend aus vier Dimensionen und 31 Teilzielen – bewertete die Fachgruppe Oberflächeninfrastruktur im Winter 19/20 diese Varianten und verfasste eine vorläufige Stellungnahme. Diese wird, zusammen mit den Stellungnahmen der Fachgruppen Sicherheit und Regionale Entwicklung, der Vollversammlung vom 14. März 2020 vorgestellt und zur Annahme vorgeschlagen.

 

Ausblick

Der definitive Entscheid des Bundesrates, in welcher Region das Tiefenlager für schwach- und mittelaktiven und dasjenige für hochaktiven Abfall gebaut wird, ist frühestens 2030 zu erwarten.